Präsident Abinader: Dominikanische Republik ist vorbereitet auf Folgen der Krise im Nahen Osten

SANTO DOMINGO,. – Präsident Luis Abinader erklärte am Sonntag in einer Ansprache an die Nation, dass die Dominikanische Republik auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise im Iran vorbereitet sei. Der Staatschef kündigte Maßnahmen an, um die Belastungen durch steigende internationale Preise für Öl, Treibstoffe und Lebensmittel abzufedern.

Drei zentrale Ziele

Abinader nannte drei Schwerpunkte der Regierungspolitik:

  1. Stabilität sichern: Schutz der Haushalte mit geringem Einkommen, Stärkung sozialer Programme und Umschichtung von rund 10 Milliarden Pesos aus weniger prioritären Ausgaben.
  2. Subvention für Düngemittel: Ein Fonds von 1.000 Millionen Pesos soll die Preise stabil halten und verhindern, dass internationale Kostensteigerungen die Lebensmittelpreise im Land erhöhen.
  3. Öffentliche Investitionen: Fortsetzung der staatlichen Investitionen als Motor des Wachstums trotz des schwierigen internationalen Umfelds.

Subventionen und Anpassungen

Der Präsident verwies auf bereits geleistete Unterstützungen:

  • 2025: Subventionen von 11.500 Millionen Pesos für Treibstoffe und über 105 Milliarden Pesos für den Elektrizitätssektor.
  • 2026 bisher: Treibstoffsubventionen von rund 4.000 Millionen Pesos.

Das Budget war auf Basis eines Ölpreises von 65 US‑Dollar pro Barrel kalkuliert. Der Anstieg auf fast 100 US‑Dollar zwinge zu Anpassungen. Daher wurden die Treibstoffpreise schrittweise um 5,2 bis 6,7 Prozent erhöht, um die Subventionen im laufenden Jahr um mindestens 12.000 Millionen Pesos zu reduzieren. Trotz dieser Anpassungen bleiben die Treibstoffe weiterhin stark subventioniert, in manchen Fällen mit über 100 Pesos pro Gallone. Der Preis für Flüssiggas bleibt unverändert.

Energie und Finanzlage

Abinader betonte die solide Ausgangslage:

  • Internationale Reserven von über 16 Milliarden US‑Dollar.
  • Zusätzliche Einnahmen aus Bergbau und verbesserter Steuererhebung.
  • Diversifizierte Energieversorgung mit wachsendem Anteil erneuerbarer Energien.
  • Preisfixierung für Kohle in Punta Catalina und gesicherte Gaslieferverträge für ein Jahr.

Internationale Dimension

Die Regierung sieht die Krise als externen Schock. Besonders betroffen sei der Golf von Hormus, durch den rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gasflusses verlaufen. Die Unterbrechungen hätten die Preise für Rohöl, Diesel, Flugtreibstoff und Flüssiggas deutlich steigen lassen.

Aufruf zur Verantwortung

Der Präsident sprach von unvermeidlichen Belastungen bei Stromtarifen, Transportkosten und teilweise auch Lebensmittelpreisen. Er rief Unternehmen und Bürger zu Mitverantwortung auf – etwa durch Homeoffice‑Modelle und sparsamen Umgang mit Treibstoff.

Abinader hob hervor, dass die Dominikanische Republik bereits frühere globale Krisen wie die Pandemie, die Logistikprobleme und den Krieg in Europa überstanden habe. „Unser Ziel ist klar: internationale Turbulenzen sollen das tägliche Leben der Dominikaner so wenig wie möglich beeinträchtigen“, sagte er..

Präsident Luis Abinader betonte in seiner Ansprache erneut, dass in Zeiten weltweiter Unsicherheit Gelassenheit, Verantwortungsbewusstsein und eine klare nationale Perspektive entscheidend seien. Die Regierung werde weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern, die Kaufkraft der Familien zu schützen und den Fortschritt des Landes zu gewährleisten.

„Wir haben gezeigt, dass wir Krisen meistern können, ohne den Kurs zu verlieren. Das haben wir in jüngster Vergangenheit bewiesen und werden es auch jetzt tun – mit Planung, Entschlossenheit und dem Menschen im Mittelpunkt“, erklärte Abinader. Er versicherte, dass die Regierung wachsam bleibe und alle verfügbaren Instrumente des Staates einsetzen werde, um die Bevölkerung zu schützen.

Er erinnerte daran, dass die wirtschaftliche Geschichte der Dominikanischen Republik von der Fähigkeit geprägt sei, Herausforderungen zu überwinden. „Gehen wir weiter mit Klarheit, Ausgewogenheit und Entschlossenheit. Dieses Land bleibt nicht stehen. Es passt sich an, es entwickelt sich weiter. Und darauf können Sie sich verlassen: Ihre Regierung und Ihr Präsident arbeiten rund um die Uhr“, schloss er. (DomRepTotal)

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