Präsident Abinader kündigt digitalen Aufbruch der Dominikanischen Republik an

Santo Domingo – Präsident Luis Abinader erklärte am Mittwoch, die Dominikanische Republik stehe vor einer technologischen Transformation und einem „exponentiellen Sprung im digitalen Bereich“. Ziel sei es, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, Investitionen anzuziehen und das Land als regionalen Referenzpunkt für Innovation und technologische Entwicklung zu etablieren.

Bei einem Treffen mit mehr als 400 Schülern und Studenten im Liceo Víctor Estrella Liz im Stadtteil La Fe betonte Abinader, dieser Schritt sei Teil einer umfassenden Strategie, die auf Bildung, Innovation und institutionelle Stärkung basiere. Er verwies auf strategische Abkommen mit Google, Projekte mit NVIDIA sowie Initiativen zur Halbleiterfertigung.

Der Präsident hob die Ausweitung der Hochschulbildung hervor, darunter die historische Expansion der Universität UASD und die Unterstützung privater Hochschulen. Das nationale Ausbildungsinstitut Infotep sei von acht auf 67 Zentren gewachsen. Im Schulbereich nannte er Fortschritte bei der frühkindlichen Bildung, den Ausbau des Schülertransports und die Modernisierung von Laboren und Werkstätten. Für 2026 kündigte er den Bau von rund 140 überdachten Schulgebäuden an.

Abinader forderte die Jugendlichen auf, die Plattform „Beca Tu Futuro“ für nationale und internationale Stipendien zu nutzen. Viele Angebote blieben ungenutzt, da Bewerbungen fehlten. Zudem betonte er die Bedeutung digitaler Werkzeuge und den Zugang zu Wissen über das Internet.

Der Präsident verwies auf Fortschritte bei der Armutsbekämpfung: Die monetäre Armut sei von 25,5 Prozent im Jahr 2019 auf 17,3 Prozent 2025 gesunken, mit dem Ziel, sie bis 2028 auf 15 Prozent zu reduzieren. Die Dominikanische Republik sei inzwischen die siebtgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas, gestützt auf Tourismus, Freihandelszonen, Agroindustrie und neue Technologien.

Als politische Reformen nannte Abinader die Verfassungsänderung zur Begrenzung der Amtszeiten sowie die Stärkung der Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft. Diese Maßnahmen sollen die Rechtssicherheit und das Vertrauen von Investoren festigen.

Bildungsminister Luis Miguel De Camps betonte, das dominikanische Bildungssystem sei einheitlich und umfasse öffentliche wie private Einrichtungen. Er verwies auf die Förderung von frühem Lesen und Schreiben, den Ausbau von STEM-Programmen, die Stärkung des Englischunterrichts und die Erweiterung der technischen Ausbildung. (DomRepTotal)

Über die Fähigkeiten der Dominikanischen Republik lesen Sie auch diesen Bericht>

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