Haiti: Regierung unterzeichnet Abkommen mit „Fuerza Antibandas“

Sitz des haitianischen Exekutivs

Port‑au‑Prince, – Die haitianische Regierung und die sogenannte „Fuerza de Supresión de Bandas“ (GSF, englisch: Gang Suppression Force) haben ein Abkommen zur Koordinierung des Kampfes gegen bewaffnete Gruppen unterzeichnet, die derzeit im ganzen Land operieren.

Das Dokument wurde vom Justiz‑ und Sicherheitsminister Patrick Pélissier sowie vom Vertreter der von den Vereinten Nationen autorisierten paramilitärischen Einheit, Jack Christofides, unterzeichnet.

Das Memorandum of Understanding legt Verfahren fest, wie die GSF festgenommene Personen, beschlagnahmte Waffen, Munition und Ausrüstung an die Behörden übergibt.

Die Maßnahmen betreffen insbesondere die am stärksten von bewaffneten Banden betroffenen Regionen, erklärte das Justizministerium.

Mit diesem Abkommen „bekräftigt die Regierung ihr Engagement, alle notwendigen Maßnahmen umzusetzen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“. Gleichzeitig sollen die Voraussetzungen für die Abhaltung künftiger Wahlen geschaffen werden, deren Termin noch nicht feststeht.

Die GSF, die durch eine Resolution des UN‑Sicherheitsrates eingerichtet wurde, unterstützt dabei insbesondere die Nationale Polizei Haitis. Beide Kräfte sollen die Sicherheit garantieren, zur Stabilisierung des Landes beitragen und die Bedingungen für die kommenden Wahlen schaffen.

Lokale Medien betonten zudem eine Strategie aus einem aktuellen GSF‑Bericht an die UNO, die auf messbaren Zielen basiert und eine schrittweise Übergabe der Sicherheitsverantwortung bis 2028 an haitianische Institutionen vorsieht. (Domreptotal)

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