
SANTO DOMINGO,- Der 11. April steht in der Dominikanischen Republik ganz im Zeichen des Nationalen Tages des Kaffees, einer Feier für eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte und kulturellen Symbole des Landes.
Der Kaffee kam 1735 mit den spanischen Kolonisatoren ins Land und wurde zunächst in Barahona angebaut. Von dort verbreitete sich der Anbau rasch in Regionen wie Puerto Plata, Espaillat, Constanza, Jarabacoa, San José de Ocoa, San Juan und Azua, wo er sich als tragende Säule der Landwirtschaft etablierte.
Heute werden 76 % des dominikanischen Kaffees im Inland konsumiert, während der Rest in verschiedenen Formen – grün, geröstet oder gemahlen – nach Nordamerika und Europa exportiert wird.
Laut der Red Nacional de Productores y Emprendedores del Café (REPROCA) leben rund 23.000 Familien vom Kaffeeanbau, der etwa 50.000 feste Arbeitsplätze und bis zu 500.000 saisonale Beschäftigungen während der Ernte schafft.
Gesundheitliche Aspekte
Nach Angaben der Mayo Clinic kann maßvoller Kaffeekonsum positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Studien zeigen eine geringere Wahrscheinlichkeit für Parkinson, Alzheimer, Typ-2-Diabetes und Lebererkrankungen, sowie eine Verbesserung der Stimmung und ein reduziertes Risiko für Depressionen.
Ein übermäßiger Konsum kann jedoch Kopfschmerzen, Nervosität, Sodbrennen oder Herzrasen verursachen.
Wissenswertes über Kaffee
- Kaffee ist laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) das meistgehandelte tropische Produkt der Welt und sichert den Lebensunterhalt von Millionen Familien.
- Er wird in über 50 Ländern angebaut und ist nach Wasser die zweitmeist konsumierte Getränkeweltweit, so Nescafé.
- Die erste Kaffeestube der Welt eröffnete 1475 in Konstantinopel (heute Istanbul).
- Der Ursprung des Kaffees liegt in Abessinien, dem heutigen Äthiopien.
- Es gibt vier Hauptarten: Arabica, Robusta, Excelsa und Liberica – wobei Arabica und Robusta den Weltmarkt dominieren.
- Finnland gilt als größter Kaffeekonsument mit durchschnittlich mehr als drei Tassen pro Tag.
Symbol der dominikanischen Kultur
Ob „Ich habe Kopfschmerzen, weil ich noch keinen Kaffee hatte“ oder „Diese Nachmittagspause verlangt nach einem Cafecito“ – solche Sätze sind Teil des dominikanischen Alltags und Ausdruck einer Kultur, die Generationen verbindet.
Der Día Nacional del Café würdigt nicht nur ein Getränk, sondern ein Stück nationaler Identität, das Tradition, Gemeinschaft und Genuss vereint. (Foto+Text: DRT)