
Santo Domingo, – Das Ministerium für Inneres und Polizei (MIP) erhielt im Jahr 2025 insgesamt 901 territoriale Beschwerden wegen Lärmbelästigung, womit diese Kategorie die häufigste Eingabe des Jahres darstellte. Insgesamt gingen über die institutionelle Hotline 788, per E-Mail, soziale Netzwerke und lokale Sicherheits- undd Bürgertische 2.107 Beschwerden ein.
Von diesen Fällen wurden 780 gelöst, 678 befinden sich in Bearbeitung, darunter 529 in Untersuchung, 29 in Mediation und 91 annulliert. Laut offiziellen Angaben profitierten durch diese Maßnahmen rund 2,71 Millionen Bürger landesweit von Interventionen, Mediationen und Nachverfolgungen.
Weitere Beschwerden: Neben der Lärmbelästigung wurden auch Fälle von „verschiedenen Forderungen“ (226), Polizeihilfe (194), Straßenreparaturen (153), fehlender Beleuchtung (121), Verkauf von Alkohol (92) und Besetzung öffentlicher Räume (90) gemeldet. Zudem gab es Anzeigen wegen illegaler Migration (65), Motorradrennen (52) sowie Raub und Überfällen (51).
Über das nationale Bürgersystem 311 wurden zusätzlich 149 Beschwerden bearbeitet, mit einem Budgetaufwand von RD$ 37,6 Millionen.
Kontrollmaßnahmen: Die Behörden führten 264.615 Inspektionen durch, um die Einhaltung der Öffnungszeiten für den Verkauf alkoholischer Getränke zu überwachen und gleichzeitig Lärmbelästigung, Straßenblockaden und die Anwesenheit von Minderjährigen in diesen Lokalen zu verhindern.
Gesundheitliche Auswirkungen von Lärm
Medizinische Studien zeigen, dass chronische Lärmbelastung erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen kann:
- Kardiovaskuläre Risiken: Dauerhafter Lärm erhöht Blutdruck und Herzfrequenz und steigert das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
- Schlafstörungen: Lärm beeinträchtigt die Schlafqualität, führt zu Schlaflosigkeit und chronischer Müdigkeit.
- Psychische Belastungen: Betroffene leiden häufiger unter Stress, Angstzuständen und Depressionen.
- Beeinträchtigung der Konzentration: Lärm reduziert die Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, und wirkt sich negativ auf Lernprozesse aus.
- Hörschäden: Langfristige Exposition gegenüber hoher Lautstärke kann zu Hörverlust und Tinnitus führen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Lärm inzwischen als eine der größten Umweltbelastungen für die öffentliche Gesundheit ein – direkt nach Luftverschmutzung.
Fazit: Die hohe Zahl an Beschwerden zeigt, dass Lärmbelastung in der Dominikanischen Republik nicht nur ein Problem der öffentlichen Ordnung, sondern auch ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellt. Die Maßnahmen des Innenministeriums tragen zur Transparenz und besseren Reaktionsfähigkeit bei, doch die Herausforderung bleibt, die Ursachen strukturell zu bekämpfen. (DomRepTotal)