
Santo Domingo. – Das dynamische Wachstum des Hotelsektors in der Dominikanischen Republik mit neuen Tourismuszentren und der Expansion internationaler Hotelketten stellt das Land vor eine große Herausforderung: Die Nachfrage nach immer besser ausgebildetem Personal wächst schneller als die Ausbildungskapazitäten.
Andrés Fernández, Präsident der Asociación de Hoteles La Romana-Bayahíbe (AHRB), äußerte gegenüber arecoa seine Besorgnis über das Defizit an qualifizierten Fachkräften. Seiner Ansicht nach könnte dieser Mangel die Ankunft neuer Investitionen im Land begrenzen.
- La Romana-Bayahíbe verzeichnet die höchste Hotelauslastung des Landes und führt bei Stammgästen. Doch das rasante Wachstum der touristischen Infrastruktur übersteigt die Fähigkeit der Bildungseinrichtungen, ausreichend Fachkräfte auszubilden.
- Fernández betonte: „Das Problem liegt nicht in der Qualität der Ausbildung, sondern in der Anzahl der verfügbaren Fachkräfte.“
- Neue Destinationen wie Miches und Cabo Rojo (Pedernales) verschärfen das Risiko, dass die Qualität des touristischen Angebots leidet, wenn die Zahl der Hotelzimmer schneller wächst als das verfügbare Humankapital.
- Er hob hervor, dass die Knappheit an Fachpersonal und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verwaltung derzeit die größten Herausforderungen für die Entwicklung des Tourismus in La Romana-Bayahíbe darstellen.
Trotz positiver Wachstums- und Auslastungszahlen erkennt der Sektor an, dass die Sicherung seiner Führungsposition nur durch die Ausbildung von Fachkräften und nachhaltige Entwicklung möglich ist.
Auch Juan Bancalari, Präsident von Asonahores, sieht den Personalmangel als direkte Folge des kontinuierlichen Tourismuswachstums:
- „Das ist ein angenehmes Problem, weil es auf Vollbeschäftigung hinweist.“
- Er erklärte, dass jedes neue Hotel eine große Zahl von Mitarbeitern benötigt. Ein Hotel mit 500 Zimmern erfordert über 1.000 Beschäftigte – was den Wettbewerb zwischen den Hotels um qualifiziertes Personal verschärft. (DRT)