
Andere Länder, andere Sitten!
Die Dominikanische Republik hat sich mit Recht einen guten Ruf verschaffen, die Bevölkerung gilt als sehr gastfreundlich.
Sollte man da nicht auch als Gast ein respektierliches Verhalten zeigen? Hier ein paar Tipps was man NICHT tun sollte, aus Respekt vor den Gastgebern – aber auch zur eigenen Sicherheit
1. FKK
Die Kirche hat viel Einfluss im Land, so ist man in vielen Dingen noch nicht so aufgeschlossen und frei wie man es aus anderen Urlaubsländern kennt. Aus diesem Grund ist Nacktheit (auch Oben Ohne) in der Öffentlichkeit verboten.
Die gerade in den alten Bundesländern der BRD beliebte Freie Körper Kultur kann und darf man hier nicht ausleben.
Ja, es wird in einigen Hotels geduldet wenn Frauen das Bikini – Oberteil ablegen. Man sollte diese Duldung aber nicht ausnutzen und schon gar nicht sich beschweren, wenn man entsprechende Blicke der, vor allem dominikanischen, Männer auf sich zieht. Diese denken nicht unbegründet, dass solche Frauen „leichte Beute“ sind. Hier im Land sieht man nackte Frauen nur in Nachtclubs, also liebe Damen: wollen sie als Stripperin abgestempelt werden?
Es legte hier im Land mal ein Themen – Kreuzfahrtschiff an, FKK. Man hatte sich ausdrücklich erbeten, dass die Passagiere, wenn sie mit dem Schiff im Hafen liegen, sich nicht nackt an Bord (auf Deck) zeigen.
2. DRINKS
Wo immer sie sind, trinken sie möglichst Getränke aus der Flasche, wenn sie aus dem Glas trinken sollten sie es IMMER im Auge behalten. Nehmen sie nie DRINKS an, die man ihnen anbietet, schon gar keine Cocktails, wenn sie ihren Gastgeber nicht kennen! Der Einsatz von KO Tropfen ist hier im Land durchaus verbreitet und kann schwere gesundheitliche Probleme, auch den Tod, mit sich ziehen.
3. BARRIOS
Die freundliche Bevölkerung haben wir eingangs schon erwähnt. Im Campo kann man da sehr herzliche Erfahrungen machen, doch in diversen Städten, vor allem in Santiago und Santo Domingo sollte man sehr vorsichtig sein, wo man hin geht. Es gibt Stadtteile in der Hauptstadt wo sich selbst die Polizei nicht unbedingt sehen lässt, in solchen Barrios ist die Hemmschwelle der Gewalt sehr niedrig.
Ganz sicher mögen es diese Bewohner, meist dann auch Bandenmitglieder nicht, wenn da Touristen durch das Barrio laufen und mit der Kamera alles aufnehmen. Diese Unart macht sich in letzter Zeit sehr breit, vor allem bei Influencern und YouTubern, welche den besonderen Kick suchen und zeigen wollen dass es gar nicht so gefährlich ist.
Meiden sie „Capotillo“, „42“ und andere Barrio, es gibt so viele schöne Dinge zu erkunden, warum ein Risiko eingehen?
4. WASSER & EIS
Gerade wer aus einem Industrieland kommt, der kann sich auf sein Trinkwasser aus der Wasserleitung verlassen. Die Grundversorgung mit trinkbarem Wasser aus der Leitung kennt man in der Dominikanischen Republik nicht! Ob man nun die Zähne mit Wasser aus der Flasche putzen muss? Besser ja! Auch in guten Hotels und Luxus-Resorts sollte man vorsichtig sein!
Beim Eis gibt es zwei Sorten. HELADO ist das Speiseeis, da ist nichts zu befürchten, es sei es ist „caserio“, also selbstgemacht / hausgemacht. Ob hier alle Hygienebestimmungen eingehalten werden?
HIELO ist das normale gefrorene Trinkwasser. Sofern es aus „Fabriken“ kommt (zu erkennen an Eiswürfeln mit einem Loch), keine Bedenken, Hier verwendet man das Agua purificada, purifiziertes Wasser welches von allem befreit ist, auch Mineralien.
5. KAMERA
Hier ist immer ein respektvoller Einsatz gefragt. Würde es ihnen gefallen wenn sie im Garten liegen, sich sonnen und es kommen Leute vorbei und fotografieren sie? Immer vorher fragen, das macht nicht nur einen guten Eindruck, man bekommt auch fast immer ein freundliches JA. Das fotografieren von Haitianern kann hingegen schwierig werden, hier gilt ein Aberglaube, viele denken dass die Kamera die Seele raubt. Also hier immer vorher fragen ob fotografieren erlaubt ist.
Fotografierverbot gilt bei allen polizeilichen und militärischen Anlagen und natürlich Polizisten und Soldaten. Vor 20 Jahren gab es da noch ernste Abmahnungen, wenn man eine Kaserne fotografieren wollte. Mittlerweile wird es oft geduldet, aber es kann immer noch Ärger geben. Gleiches gilt für Foto- und vor allem Videoaufnahmen in der METRO in Santo Domingo. Warum dort Filmverbot herrscht? Auf jeden Fall gab es schon häufiger recht harsches Einschreiten durch Polizisten, wenn Fahrgäste Aufnahmen machen wollten. Gegen ein Foto mit der Handy-Kamera wird es kein Problem geben, aber in öffentlichen Einrichtungen bitte keine Videoaufnahmen machen! Wer hier mit dem Selfiestick unterwegs ist, der vom Ärger nicht weit entfernt.
6. VERKEHR
Hier gelten Verkehrsgesetze, wie in den meisten Ländern der Welt, Jedoch werden Gesetze gern umgangen, gar missachtet. Nicht ohne Grund führt die Dominikanische Republik in der Statistik von Verkehrstoten (berechnet pro 100.000 EW). Ob mit dem Auto oder zu Fuss, wenn sie die Strasse überqueren, dann bitte lieber einmal mehr nach links-rechts schauen. Auch und gerade dann, wenn die AMPEL ihnen grünes Licht zeigt. Es könnte sein dass ein anderer Verkehrsteilnehmer von LINKS oder RECHTS sein Rotlichtsignal nur als eine Option deutet … und schon hat er sie erfasst. Dies passiert mehrmals am Tag im ganzen Land.
AUGEN AUF IM STRASSENVERKEHR. Verlassen sie sich nicht auf ihre Vorfahrt, auf ihr GRÜN. Und wenn sie in einer Einbahnstrasse unterwegs sind, dann nicht wundern wenn man diese auch in zwei Richtungen nutzt.
7. PROSTITUTION
Hier gilt vor allem eine Grundregel: Immer vorher genau absprechen welche Leistung für wieviel Geld erbracht werden soll. Zu häufig glauben die Freier dass sie das grosse Los gezogen haben. Die nette Chica ist ja gar keine „Puta“. sie ist eine ganz normale Frau die nur mal eben in finanzieller Not ist.
Und natürlich hat man im gewerblichen Dienst keine grosse Erfahrung….man ist lieb, nett und freut sich auf ein Almosen „gebe mir was du möchtest“. Das führt am Ende dann immer zu Streit und Problemen und das nette, einfache und so sympathische Mädel wird auf einmal zu einer Furie. Und der nette Motoconcho der einen ins Stundenhotel fuhr ist auf einmal da, als Zuhälter und Geldeintreiber.
Fair bleiben und immer vorher klare Absprachen treffen. Wenn jemand seine Begleiterin mit ins Hotel nimmt, bitte immer auf die Wertsachen achten! Gilt im Grunde überall auf der Welt, aber hier nicht minder.
(alle Rechte bei DomRepTotal)