
Santo Domingo. Das Amtsgericht des Justizpalasts von Ciudad Nueva hat am Mittwoch ein Ausreiseverbot und die Verpflichtung zur regelmäßigen Meldung bei der Staatsanwaltschaft gegen eine Frau verhängt, die von der Staatsanwaltschaft beschuldigt wird, während einer Veranstaltung im vergangenen August in der Hauptstadt die Nationalhymne beleidigt zu haben.
Die Maßnahme betrifft die 54-jährige Alicia Anabel Santos Díaz, die am internationalen Flughafen Las Américas (AILA) festgenommen wurde.
Laut der von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Akte verstieß Santos Díaz gegen die Artikel 37 und 39 der genannten Vorschrift, die die Beleidigung der dominikanischen Nationalhymne unter Strafe stellt.
Die Ständige Kommission für nationale Gedenkfeiern und das Instituto Duartiano gehörten zu den Institutionen, die die mutmaßliche Beleidigung der Nationalhymne verurteilten.
Die Festnahme erfolgte nach einer Voruntersuchung durch die Behörden, nachdem in sozialen Netzwerken und auf digitalen Plattformen audiovisuelle Inhalte verbreitet worden waren, in denen angeblich der Text der Nationalhymne verändert worden war, was zu öffentlichen Reaktionen und Anzeigen geführt hatte.
Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, wurden vor der Festnahme Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt, darunter die Sammlung digitaler Beweise und die Überwachung der Beschuldigten, wodurch ihre mutmaßliche Verantwortung für die ihr zur Last gelegten Taten festgestellt werden konnte.
Nach ihrer Festnahme im AILA wurde die Beschuldigte vor die zuständige Gerichtsbarkeit gebracht, wo der Antrag auf Zwangsmaßnahmen bekannt gegeben wurde, was zur Auflage regelmäßiger Meldungen und eines Ausreiseverbots führte, während das Gerichtsverfahren gegen sie weiterläuft. (EFE)