
Puerto Rico beobachtet tropische Welle mit Zyklon‑Potenzial
San Juan. – Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) überwacht eine tropische Welle, die am Montag von der Westküste Afrikas ausgehen soll. Meteorologen sehen eine 50 % Wahrscheinlichkeit, dass sich das System innerhalb der nächsten sieben Tage zu einem tropischen Zyklon entwickelt.
Einschätzungen der Meteorologen
Die Meteorologin Yidiana Zayas Rivera vom Nationalen Wetterdienst (SNM) in San Juan erklärte, dass das NHC ein Gebiet im Atlantik identifiziert habe, in dem die Welle genügend Eigenschaften entwickeln könnte, um sich zu einer tropischen Depression zu formen.
„Die globalen Modelle zeigen eine Entwicklung. Wir haben diese Woche, um sie weiter zu beobachten“, sagte Zayas Rivera.
Mögliche Zugbahn
Prognosen deuten darauf hin, dass das System eher nach Norden abdriften und über dem Atlantik bleiben könnte, anstatt direkt in die Karibik vorzudringen. Dennoch besteht weiterhin Unsicherheit über die genaue Entwicklung und Zugbahn, weshalb die Beobachtung in den kommenden Tagen fortgesetzt wird.

Bedeutung für Puerto Rico
Die Beobachtung erfolgt in einer Phase, in der Puerto Rico unter Trockenheitsbedingungen leidet und dringend mehr Niederschläge benötigt. Nach aktuellem Stand stellt die tropische Welle keine direkte Bedrohung für die Insel dar.
Die Behörden werden das System jedoch weiterhin überwachen, sobald neue Daten zu Entwicklung, Intensität und möglicher Zugbahn vorliegen.
Anmerkung: Hat man in den letzten Hurrikan-Zeiten doch immer mit Sorge auf diese heranziehenden Stürme geblickt, so ändert sich dies in diesem Jahr. El Niño und Saharastaub bieten ein unfreundliches Hurrikan-Klima. Dies führt zu hohen Temperaturen, Trockenheit. Für Puerto Rico und die US-Virgin Islands wurde bereits der Notstand ausgerufen. Da kann man nachvollziehen, warum man mit Sehnsucht Richtung Osten blickt und sich jedes Wolkenfeld wünscht. Und sei es ein Tropensturm.