Dominikanische Republik: Prozess im JET SET Fall vertagt

Jet Set‑Fall: Gericht vertagt Prozess bis 4. September

Santo Domingo, – Das Gericht „de Primera Instancia del Distrito Nacional“ hat den Prozess gegen die Geschwister Antonio und Maribel Espaillat im Zusammenhang mit dem Einsturz der Diskothek Jet Set vertagt. Die Verhandlung wird am 4. September fortgesetzt, nachdem das Gericht am Freitag mehr als acht Stunden lang tagte.

Hintergrund der Anklage

Beim Einsturz des Daches der bekannten Diskothek am 8. April 2025 kamen 236 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Das Ministerio Público wirft den Eigentümern fahrlässige Tötung vor – ein Delikt mit einer Höchststrafe von zwei Jahren Gefängnis.

Forderungen der Opferfamilien

Die Nebenkläger verlangen hingegen, die Tat als vorsätzlichen Totschlag einzustufen. Sie argumentieren, dass die Eigentümer den baulichen Verfall des Gebäudes kannten. Eine solche Einstufung könnte eine Strafe von 20 bis 30 Jahren Haft nach sich ziehen.

Maßnahmen des Gerichts

Bereits am 15. Juni hatte das Gericht die bestehenden Zwangsmaßnahmen bestätigt:

  • Hinterlegung einer wirtschaftlichen Garantie
  • periodische Meldepflicht
  • Ausreiseverbot für die Angeklagten

Zusätzlich ordnete das Gericht die Sperrung von Vermögenswerten der Geschwister im Wert von bis zu 500 Millionen Pesos als Vorsichtsmaßnahme an.

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