Dominikanische Republik: 88 % des Strandsandes stammen von Meeresorganismen

Santo Domingo, – Eine Untersuchung des Nanotechnologie‑Labors am Instituto Tecnológico de Santo Domingo (Intec) ergab, dass 88 % des Sandes an acht touristisch besonders attraktiven Stränden der Dominikanischen Republik aus Resten mariner Organismen bestehen.

🔬 Kernergebnisse

  • Die Strände El Morro, Dorada, El Portillo, Bibijagua, Isla Saona, Guayacanes, Punta Salinas und Bahía de las Águilas wurden analysiert.
  • Der Sand wird kontinuierlich von „Karbonatfabriken“ produziert – bestehend aus Korallenskeletten, Rotalgen und Muscheln.
  • Die Gesundheit der Korallenriffe ist entscheidend für die physische Existenz der Küsten und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Erosion.

⚠️ Risiken

  • Verschmutzung, Abfluss von Land und extreme Wetterereignisse könnten die natürliche Sandproduktion stoppen und die Küstenerosion beschleunigen.
  • Praktiken wie das Vergraben von Sargazo verändern die chemische Zusammensetzung und den pH‑Wert des Bodens.
  • Langfristig gefährden Veränderungen der Sandzusammensetzung und die Korallenriff‑Degradation die Stabilität der Küsten.

🌍 Umwelt- und Tourismusrelevanz

  • Die biologische Zusammensetzung verleiht den Stränden ihren hellen Farbton und die feine Textur – Hauptattraktionen für den Tourismus.
  • In Bahía de las Águilas besteht der Sand zu 87,8 % aus korallinem Aragonit; dort wurden Diatomeen nachgewiesen, die als Bioindikatoren für Wasserqualität gelten.
  • Punta Salinas bildet eine Ausnahme: Hier besteht der Sand aus vulkanischen Gesteinsfragmenten (Quarz, Magnetit), die von Flüssen aus den Bergen transportiert werden.
  • Der rötliche Sand von El Morro (Monte Cristi) stammt direkt von eisenhaltigen Klippen.

📑 Wissenschaftliche Bedeutung

  • Die Ergebnisse liefern eine mineralogische Basislinie für den Servicio Geológico Nacional und Umweltbehörden, um Küstenerosion künftig zu messen.
  • Positiv: In den untersuchten Proben wurden keine toxischen Schwermetalle (wie Blei, Arsen, Chrom, Nickel, Kobalt) gefunden.
  • Publiziert wurde die Studie im Journal of Coastal Research, durchgeführt von Melvin Arias Polanco und Yolenny Mabel Cruz Salazar (Intec) mit Unterstützung der UASD sowie Universitäten in Kalabrien und Puerto Rico. (DomrepTotal)

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