
Ärzteverband in der Dominikanischen Republik bestätigt landesweiten Warnstreik
SANTO DOMINGO – Das Colegio Médico Dominicano (CMD) hat den für heute angekündigten 24-stündigen Streik in den öffentlichen Krankenhäusern der Dominikanischen Republikoffiziell bestätigt. Die Ärztegewerkschaft fordert die Umsetzung bereits vereinbarter Maßnahmen mit der Regierung sowie deutliche Verbesserungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen des medizinischen Personals.
CMD-Präsident Luis Peña Núñez sowie Generalsekretärin Miosotte Lazala erklärten, dass während des Ausstands ausschließlich Notaufnahmen und Intensivstationen betrieben werden. Damit soll die Versorgung von Patienten in kritischem Zustand weiterhin gewährleistet werden.
Ärzte kritisieren veraltete Zuschläge
Nach Angaben der Gewerkschaft seien zahlreiche Zusagen der Behörden bislang nicht umgesetzt worden. Besonders kritisiert werden die niedrigen Zuschläge für Dienstjahre und Bereitschaftsdienste. Diese liegen laut CMD zwischen 600 und 1.000 Dominikanischen Pesosund seien seit Jahren nicht angepasst worden.
Darüber hinaus fordert die Organisation, auch Ärzte in den Provinzen Samaná und Santiago Rodríguez in die Regelung für Entfernungszuschläge aufzunehmen.
Sicherheitsmängel in Krankenhäusern angeprangert
Ein weiterer Schwerpunkt der Kritik betrifft die Sicherheitslage in vielen staatlichen Gesundheitseinrichtungen. Nach Aussagen des CMD müssten Ärzte teilweise selbst Aufgaben übernehmen, die eigentlich dem Sicherheitspersonal obliegen.
Besonders problematisch sei, dass einige Krankenhäuser nach den Abendstunden nicht einmal über ausreichend Pförtner- oder Wachpersonal verfügen. Dies erhöhe sowohl die Risiken für Patienten und Mitarbeiter als auch die Belastung des medizinischen Personals.
Personalmangel belastet Gesundheitswesen
Die Ärztevertretung verweist zudem auf einen anhaltenden Personalmangel in öffentlichen Krankenhäusern. Aufgrund fehlender Fachkräfte müssten Mediziner häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen.
In einzelnen Einrichtungen komme es vor, dass Ärzte die Notaufnahme verlassen müssten, um Geburten zu begleiten oder andere dringend benötigte Leistungen zu erbringen. Dadurch werde die Reaktionsfähigkeit bei Notfällen eingeschränkt.
CMD fordert konkrete Antworten der Regierung
Zum Abschluss bekräftigte der Ärzteverband seine Forderung nach raschen und konkreten Lösungen für die offenen arbeitsrechtlichen, finanziellen und sicherheitsrelevanten Probleme. Ziel sei es, die Arbeitsbedingungen für Mediziner zu verbessern und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.