
Bahoruco, Barahona. – Der Abbau des seltenen Edelsteins Larimar führt die Mineros von Bahoruco tief ins Erdinnere. In Schächten von bis zu 200 Metern Tiefe suchen sie nach der blauen Halbedelstein‑Varietät, die weltweit nur in der Dominikanischen Republik vorkommt, nur in den Bergen der Sierra de Bahoruco, in Las Filipinas.
Alltag unter Tage: Risiko und Routine
Francisco Gómez, seit 2003 Minero und Bürgermeister von Bahoruco, beschreibt die Arbeit als „eine Erfahrung voller Risiko, aber auch einzigartig“. Die Mineros beginnen ihre Schichten zwischen 8:00 und 9:00 Uhr morgens und beenden sie gegen 18:00 Uhr. Früher dauerten die Arbeitstage oft bis nach Mitternacht. Trotz verbesserter Sicherheitsmaßnahmen bleibt die Gefahr groß – je tiefer die Schächte, desto höher das Risiko.
Der Weg zur Larimar‑Ader
Das Auffinden einer Larimar‑Veta bedeutet nicht automatisch Erfolg. Oft müssen die Arbeiter tagelang Material abtragen, bevor die begehrte blaue Steinader sichtbar wird. Der Prozess erfordert Geduld: erst wird der Abraum entfernt, dann erneut gepickt, bis die Steine freigelegt sind.
Vom Rohstein zur Handwerkskunst
Nach der Förderung beginnt die Veredelungskette: Reinigung, Klassifizierung und Verkauf. Larimar wird in drei Qualitätsstufen eingeteilt – erste, zweite und dritte Klasse – sowie in „Chirrí“, kleine Partikel. Entscheidend für den Wert ist die Intensität des Blaus.
Ein Stein von höchster Qualität kann bis zu RD$ 6.000–7.000 pro Pfund erzielen. Durchschnittliche Stücke liegen derzeit bei RD$ 5.000–5.500 pro Pfund. Anschließend verwandeln Kunsthandwerker die Rohsteine in Schmuck und dekorative Objekte, die weltweit exportiert werden.
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https://lareinadominicana.com/de/home-2
Ein weiterer Bericht über Larimar: https://www.domreptotal.com/dominikanische-republik-larimar-das-wirklich-einzigartige-souvenir/
