
SANTO DOMINGO, – In mehreren Stadtteilen des Großraums Santo Domingo waren am Dienstagabend erneut Cacerolazos (Kesselklopfer) zu hören. Damit kam es zur zweiten Nacht in Folge zu dieser Form des Protests.
- Ab etwa 20:00 Uhr berichteten Nutzer in sozialen Netzwerken wie X, Instagram und TikTok über das Schlagen von Töpfen und Pfannen sowie über Rufe und Parolen.
- Betroffene Stadtteile waren unter anderem Villa Mella, Los Mina, Herrera, Alma Rosa, Gazcue, Piantini und Arroyo Hondo.
- Die Hashtags #CacerolazoSD und #QueSeEscuche verbreiteten Videos von Balkonen und Straßen.
Hintergrund
Die Proteste werden in Beiträgen mit Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln und Treibstoffen sowie mit Stromausfällen in Verbindung gebracht. Eine zentrale Organisation oder offizielle Einberufung liegt nicht vor.
Offizielle Stellungnahmen
Bis 23:00 Uhr gab es weder von der Regierung noch von der Policía Nacional eine Erklärung. Es wurden keine Zwischenfälle oder Festnahmen gemeldet.
Einordnung
Die Cacerolazos sind eine bekannte Protestform in der Dominikanischen Republik, die in wirtschaftlichen und politischen Krisenzeiten eingesetzt wird. In den vergangenen Wochen hatten Händlerverbände auf Preiserhöhungen bei Reis, Huhn und Kochbananen hingewiesen.
👉 Faktisch: Zum zweiten Mal in Folge kam es in Santo Domingo zu lautstarken Topf- und Pfannenprotesten, ohne zentrale Organisation und bislang ohne Zwischenfälle. (DomrepTotal)
