
Santo Domingo.- Die Zentralbank der Dominikanischen Republik (BCRD) betonte, dass der Tourismus als ein „natürlicher Puffer“ gegenüber den wirtschaftlichen Auswirkungen der steigenden internationalen Ölpreise fungiert, die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöst wurden.
In einem Bericht der Gouverneursberatung erklärte die Institution, dass der Zustrom von Touristen in die Dominikanische Republik trotz des unsicheren internationalen Umfelds ein günstiges Verhalten gezeigt habe und dazu beitrage, die steigenden Energiekosten teilweise auszugleichen.
Zwischen Januar und März 2026 empfing das Land 3.710.374 Besucher, die höchste Zahl, die jemals in einem ersten Quartal verzeichnet wurde. Davon waren 2.603.777 Touristen und 1.106.597 Kreuzfahrtgäste.
Allein im März wurde erstmals die Marke von 900.000 Flugtouristen in einem Monat überschritten – vor allem dank des Wachstums des europäischen Tourismus. Besonders stark stiegen die Ankünfte aus Deutschland (+36 %), während Frankreich und das Vereinigte Königreich jeweils um 17 % zulegten.
Die Zentralbank prognostiziert, dass die Tourismuseinnahmen bis Jahresende 2026 über 12,5 Milliarden US-Dollar liegen werden. Dies stärkt die Deviseneinnahmen und hilft, die Belastungen durch teurere Ölimporte abzufedern.
Darüber hinaus hob die BCRD hervor, dass auch andere Faktoren zur wirtschaftlichen Stabilität beitragen:
- Wachstum der Rücküberweisungen (Remesas)
- Zunahme ausländischer Direktinvestitionen (FDI)
- Stärkung der internationalen Reserven, die inzwischen 15,8 Milliarden US-Dollar übersteigen
Die Zentralbank bekräftigte, dass die dominikanische Wirtschaft trotz des schwierigen internationalen Umfelds solide Fundamentaldaten aufweist und ihr Engagement für Preis- und Wirtschaftsstabilität sowie nachhaltiges Wachstum fortsetzt.
🌍 Globale Unsicherheiten – Lokaler Vorteil für die DR
- Mexiko: Belastet durch Drogenkartelle und hohe Kriminalität, dazu massive Sargassum-Plagen an den beliebtesten Stränden → viele Reisende suchen sichere Alternativen.
- Jamaika: Noch im Wiederaufbau nach den Hurrikanschäden von 2025, touristische Infrastruktur eingeschränkt.
- Kuba: Wirtschaftlicher Niedergang durch die anhaltende US-Blockade, eingeschränkte touristische Attraktivität.
- Naher Osten: Wegen des Irankrieges als Reiseziel faktisch ein No-Go.
(DomRepTotal)