Dominikanische Republik: „Abinader verspricht Unterstützung für Produzenten und Hausbesitzern“

Montecristi.- Präsident Luis Abinader hat sich am Sonntag mit Produzenten von Reis, Bananen und anderen Kulturen aus den Provinzen Dajabón, Montecristi und Valverde getroffen. Nach den schweren Regenfällen der vergangenen 40 Tage versprach er staatliche Unterstützung.

Die Regierung will Gemeindestraßen instand setzen und Kredite gewähren, damit die Produktion weiterläuft. Besonders betroffen sind rund 2.000 „Tareas“ Reis- und Bananenfelder im Distrikt Palo Verde.

Abinader kündigte zudem an, die Überschwemmungen durch den Río Yaque del Norte künftig einzudämmen – entweder durch Ausbaggerung oder den Bau eines neuen Brückenbauwerks in Castañuelas. „Die Priorität ist, dass Gemeinden und Fincas nicht mehr überflutet werden“, sagte der Präsident.

Vor dem Treffen absolvierte er einen Luftaufklärungsflug über die Stauseen Guayubín, Hatillo, Monción und Tavera. Laut Abinader verhinderten das Wassermanagement des INDHRI und der staatlichen Energiegesellschaft EGEHID größere Schäden und ermöglichten zugleich eine höhere Stromproduktion.

Kritische Einordnung

  • Strukturelle Schwächen: Wieder einmal zeigt sich, wie anfällig die Nordwestregion für Naturereignisse ist. Straßen, Brücken und Bewässerungssysteme sind seit Jahren unterfinanziert.
  • Landflucht verstärkt: Wenn Bauern ihre Felder verlieren, bleibt oft nur die Abwanderung – entweder in die Städte oder ins Ausland.
  • Ad-hoc statt Strategie: Kredite und Reparaturen lindern akute Not, doch eine langfristige Infrastrukturpolitik fehlt.

Anwesend waren neben Abinader zahlreiche lokale Politiker, Vertreter von Landwirtschaftsverbänden und Umweltbehörden. Die Bevölkerung äußerte direkt ihre Sorgen, der Präsident versprach „Begleitung und Lösungen“.

👉 Damit wird deutlich: Die Regierung reagiert zwar auf die Krise, doch die tieferliegende Problematik der Landflucht und der chronischen Vernachlässigung ländlicher Infrastruktur bleibt ungelöst.

Dominikanische Regierung beginnt mit der Reparatur hunderter Wohnungen

Die dominikanische Regierung hat bereits am Samstag mit der Reparatur von Hunderten Wohnungen begonnen. Das Programm trägt den Namen „Dominicana se Reconstruye“ und soll die Lebensqualität von besonders verletzlichen Familien verbessern.

Die Arbeiten werden vom Ministerium für Wohnungsbau, Habitat und Gebäude (MIVHED) durchgeführt und von dessen Leiter Víctor Bisonó im Stadtviertel „27 de Febrero“ in der Hauptstadt gestartet.

Betroffen sind Häuser in den Straßen Luis Reyes Acosta, Héctor J. Díaz und Gregorio García Castro. Dort werden unter anderem Erdböden durch Zement ersetzt, Holzwände durch Betonblöcke ausgetauscht, Dächer erneuert und Malerarbeiten durchgeführt.

Bei einem Rundgang erklärte Minister Bisonó, diese Maßnahmen entsprächen der Vision von Präsident Luis Abinader, die Präsenz des MIVHED im ganzen Land zu garantieren. „Heute sind wir im Viertel 27 de Febrero, wo wir Häuser reparieren, die es dringend benötigen, und so zu einer besseren Lebensqualität beitragen. Das MIVHED übernimmt die Aufgabe, die uns Präsident Abinader gestellt hat: in Gemeinden, Munizipien und in jedem Sektor des Landes präsent zu sein“, sagte er.

Stadträte und Gemeindeführer unterstützten die Aktion und hoben den positiven Einfluss auf Dutzende Familien hervor.

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