
Santo Domingo, – Mit einem Schlag, der in seiner Dimension kaum zu übertreffen ist, haben die Behörden der Dominikanischen Republik – unterstützt von der US-amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde DEA – im Südwesten des Landes 1,6 Tonnen mutmaßliche Kokainladung sichergestellt.
Die spektakuläre Operation spielte sich vor der Küste von Pedernales ab: Eine 32 Fuß langes Schnellboot (Tipo Lancia) mit zwei Hochleistungsmotoren wurde von Einheiten der DNCD, der Marine, der Luftwaffe und des Heeres verfolgt. Nach einem kurzen Feuergefecht gelang es den Schmugglern, sich in die Wälder des Nationalparks Jaragua zurückzuziehen.
📦 57 Fardos voller Kokain wurden beschlagnahmt, dazu Treibstofftanks und Kanister. Das Material wurde dem Instituto Nacional de Ciencias Forenses (Inacif) übergeben, um Gewicht und Reinheit zu bestimmen.
Die DNCD sprach von einem der „härtesten Schläge gegen die transnationalen Drogenkartelle“ und kündigte an, die Fahndung nach den flüchtigen Tätern mit Luftaufklärung und Bodentruppen fortzusetzen.
🔎 Hintergrund:
- Bereits über zehn Tonnen Drogen wurden 2026 in der Dominikanischen Republik beschlagnahmt.
- 2025 waren es mehr als 48 Tonnen.
- Parallel führen die USA seit August 2025 eine großangelegte Operation gegen Schnellboote durch, die aus südlichen Ländern Richtung Nordamerika unterwegs sind.
- Zwischen dem 16. und 27. April läuft zudem ein multinationales Militärmanöver in El Salvador mit Beteiligung der Streitkräfte aus Zentralamerika, der Dominikanischen Republik und den USA. (DRT)