
Santo Domingo. – In den ersten beiden Wochen des Monats August wurden in der Dominikanischen Republik durchschnittlich drei Morde pro Tag registriert. Laut einem lokalen Bericht summierte sich die Zahl auf 47 Tötungsdelikte, sechs weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch liegt die monatliche Mordrate auf dem höchsten Stand der letzten 14 Monate.
Ursachen und Verteilung der Fälle
Von den 47 Morden entfielen 29 auf soziale Konflikte, während neun Opfer kriminellen Aktivitäten zugeordnet wurden. Sechs Fälle befinden sich noch in der Untersuchung, drei wurden bereits juristisch verfolgt.
Die höchste Zahl wurde an Sonntagen verzeichnet (11 Fälle), gefolgt von Samstagen (9) und Dienstagen (8). Besonders der 8. August stach mit den meisten registrierten Morden hervor.
- Nachts: 20 Fälle
- Morgens: 15 Fälle
- Nachmittags: 12 Fälle
Regional führt Santo Domingo Este mit sieben Morden, gefolgt von Bahoruco und Santo Domingo Norte mit jeweils sechs.
Gewaltbilanz: Verletzte, Raub und Drogenhandel
Die Gewaltwelle hinterließ zudem 84 Verletzte, ein Anstieg von 10,5 % gegenüber 2025.
- Raubdelikte: 2.107 Fälle in 14 Tagen
- 1.145 einfache Diebstähle
- 479 Überfälle
- 114 Einbrüche in Wohnungen
- 103 Handtaschenraube
- 266 sonstige Fälle
Bevorzugte Beute: Handys (263 Fälle), Motorräder (211), Bargeld (122), Autoteile (59) und Schmuck (33).
Im Bereich Mikrohandel wurden 431.758 Drogenportionen beschlagnahmt, darunter Kokain, Marihuana, Crack, Ecstasy und Haschisch. Außerdem stellten die Behörden 1.570 US‑Dollar, 955 Euro und 2.198.160 Pesos sicher.
Polizeiliche Maßnahmen
Die Policía Nacional meldete im August:
- 1.200.307 präventive Aktionen
- 17.765 Einsätze der Kriminalpolizei (Dicrim)
- 17.214 Operationen der Drogenbehörde (DNCD)
- 376 Hausdurchsuchungen
- 1.417 Haftbefehle
- 3.892 aufgeklärte Fälle
- 752.476 Personenüberprüfungen
Zusätzlich wurden 3.577 Messerwaffen beschlagnahmt, 518 Festnahmen auf frischer Tat durchgeführt, rund 215 illegale Partys („Teteos“) aufgelöst und 11 Räumungen vollzogen.
