Die Dominikanische Republik hat immer noch einen Beigeschmack von einem Dritte-Welt-Land. Dies ist jedenfalls oft die Meinung von Menschen, die sich in der Social Media Welt tummeln und glauben Ahnung zu haben.
Zudem glauben immer noch viele, es sei ein billiges Land. Nun ja, wenn man streng nach dem dominikanischen Standard Leben will aber ein europäisches Einkommen hat, mag das sein. Wer hier sein Geld verdient, auf europäischen Standard Wert legt, der merkt schnell: es ist verdammt teuer geworden.
Und das merken auch zunehmend die Touristen, die immer noch ein „Hausfrauenimage“ und selbiges Preisniveau in der Karibik erwarten. Diese Zeiten sind vorbei. Seit vielen Jahren geht der Trend Richtung, Luxus und Komfort. Die Pandemie hat eine kurze Unterbrechung verursacht, seither gehen die Preise konstant bergauf. Dies merkt man bei den Lebensuntgerhaltungskosten bis hin zu Immobilienpreisen.
Die Entwicklung Richtung Luxus und High End Luxus geht weiter. Leider steigen die Löhne nicht so mit wie es bei den Preisen ist. Anspruch und Angebote aber wachsen und heute bieten Supermärkte internationale Produkte in grosser Auswahl an.
Nun glauben auch viele Besucher, das Land ist ein reines Tourismusland. Was den Anteil am BIP angeht, so ist der Tourismus tatsächlich die gewuenschte Lokomotive der Wirtschaft. Es war Schin der Traum von Ex – Präsidenten Leonel Fernandez, aus der „DomRep“ mehr zu machen, gerade im Bereich Technik und Computer setzte er Grundsteine.
Die Dominikanische Republik hat sich in den letzten Jahren zum Medtech-Hub Lateinamerikas entwickelt – weit mehr als nur Strand und Rum!
Medizinische Instrumente: Die Insel der High-Tech-Implantate
Über 40 Top-Firmen wie Medtronic, Johnson & Johnson, Baxter, B. Braun und Fresenius produzieren in Freihandelszonen. Es entstehen Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Biopsienadeln, Dialyse-Geräte, Katheter und Beatmungsgeräte. Qualität top: FDA- und CE-zertifiziert, 70% gehen in die USA. Das Land ist drittgrößter Medtech-Exporteur in Lateinamerika.
Elektrobauteile: Sensoren bis Smartphones
Sensoren, Schalttafeln, Türschlösser und Smartphone-Komponenten. Bald mehr Halbleiter-Tests, um unabhängiger von Asien zu werden.
Warum genau dort?
Nearshoring-Vorteile: Nur 2–3 Tage Schiffsweg zur US-Ostküste, steuerfreie Zonen und eine Armee gut ausgebildeter Ingenieure.
Viele Geräte im Krankenhaus haben Teile aus der DR – beeindruckend, oder wussten sie es schon? Nur Rum und Zigarren, Kaffee und Kakao war gestern.
Wann hat diese Geschichte angefangen?
1969: Erste Freihandelszone in La Romana – damals nur Textilien und Zucker.
80er/90er: Regierung lockt High-Tech-Firmen wie Baxter an.
Ab 2005: CAFTA-DR-Abkommen boostet Nearshoring aus den USA – Sektor boomt!
Heutige Umsätze: Rekordzahlen
Medtech ist der Top-Export vor Gold und Tabak.
2024: Ca. 2,7–2,8 Mrd. USD – +5% zu 2023.
In 10 Jahren verdoppelt; 33% aller Freizonen-Exporte.
Qualität: Weltklasse-High-Tech
ISO 13485 & FDA-kontrolliert. Kein Billigzeug, sondern Herzschrittmacher, Neuro-Ventile und Präzisionsnadeln.
5–7 der Top-10-Weltfirmen (Medtronic, J&J, Fresenius) bauen dort.
Zusammenfassend: Nach 50 Jahren Zonen-Erfahrung ist die DR Karibik-Nummer 1 im Medtech – fast 3 Mrd. USD Umsatz. Bekommen wir jetzt eine Vorstellung vom Wachstum des Landes, seiner Entwicklung?
Unternehmen & Jobs
• 40+ globale Player (z. B. Medtronic, J&J, Baxter, Fresenius, B. Braun).
• 130+ Fabriken in 11 Freihandelszonen.
• 70.000+ Jobs (davon 60% Frauen); Sektor schafft 8–10% aller Industriearbeitsplätze.
Export- & Wachstumsraketen
• 2024: 2,78 Mrd. USD Medtech-Exporte (+6,2% zu 2023).
• 70% in USA, 15% Europa, 10% China/Kanada.
• Gesamtwachstum seit 2014: +140% (von 1,15 Mrd. USD).
• 2025-Prognose: 3,1 Mrd. USD (+11%).
Investitionen & Wirtschaftsanteil
• FDI 2024: 1,2 Mrd. USD in Medtech (Top-Sektor).
• 33% aller Freizonen-Exporte; 5% BIP-Beitrag.
• Halbleiter: 5 Firmen testen/packen Chips; Ziel: 500 Mio. USD bis 2027.
Quali- & Tech-Fakten
• 100% FDA-konform; 95% ISO 13485-zertifiziert.
• 25% der US-Herzschrittmacher-Komponenten aus DR.
• Neue Fabriken: 12 seit 2023 (z. B. J&J-Erweiterung um 50 Mio. USD).
DR jagt Mexiko (8 Mrd. USD) – bald Lateinamerika-Top-3? Das ist eine Erfolgsgeschichte die nur wenige auf dem Schirm haben, man berichtet ja auch immer nur von neuen Hotels und Tourismussektor auf Rekordjagd!
Was unterscheidet Mexiko, Costa Rica und die Dominikanische Republik im Medtech-Bereich?
Hier der imposante Vergleich mit deutlichen Zahlen!
Mexiko: Die Massenfabrik (Top 10 weltweit)
Größter Exporteur Lateinamerikas: 6–8 Mrd. USD jährlich (2024), +5–6% Wachstum.
Fokus: Alles von Kathetern bis Beatmungsgeräten; 160.000 Jobs.
Vorteil: LKW-Grenzübertritt in 1 Tag zu US-Fabriken – pure Logistik-Power.
Costa Rica: High-Tech-Elite
Exportwert: Ca. 4–5 Mrd. USD (2024), höchster pro Kopf (~1.000 USD/Einwohner).
Fokus: Präzisionswerkzeuge, Implantate; 50.000+ Jobs, 40+ US-Firmen (Intel-Style).
Vorteil: 99% Alphabetisierungsrate, super stabil – “Schweiz der Karibik”.
Dominikanische Republik: Effizienz-Rakete
Exporte: 2,8 Mrd. USD (2024, +6%), Prognose 2025: 3,1 Mrd. USD (+11%).
Fokus: Schrittmacher, Sensoren, Einwegartikel; 70.000 Jobs in 130+ Fabriken.
Vorteil: Steuerfreie Zonen, 2–3 Tage Schiffsweg zur US-Ostküste.
Resümee:
Wenn du eine einfache Spritze in der Hand hältst, kommt sie wahrscheinlich aus Mexiko. Wenn dir ein Arzt eine hochmoderne neue Herzklappe einsetzt, stammt sie oft aus Costa Rica. Und wenn du ein Dialyse-Gerät oder einen komplexen Monitor-Sensor siehst, ist die Dominikanische Republik der wahrscheinlichste Herkunftsort.
Die Dominikanische Republik versucht gerade, das „Costa Rica Modell“ zu kopieren und massiv in die Ausbildung von Ingenieuren investiert, um auch bei den ganz komplizierten Implantaten mitzuspielen. (DomRepTotal)